Mittwoch, 5. März 2014

"Peergroups" - oder: Wie falsche Freunde die Sicht auf die Welt vernebeln

Per Twitter kam in den vergangenen Tagen ein Link rein, der folgenden Wortlaut von Thorsten Wirth wiedergab: Zitat "Ich mein es ist doch gut, dass wir (Wirths Peergroup) jemanden im Vorstand haben. Ich kann ja auch auf meine Peergroup einwirken. So musst du das doch auch mal sehn. Und ich hab denen ja auch schon gesagt dass sie jetzt langsam mal was leiser auftreten müssen, weil wir sonst bald keinen mehr Im Vorstand haben."

So etwa ergab sich wohl eine kleine Diskussion am Rande der "Marina Kassel" vom vorletzten Wochenende in Kassel mit Jens Ballerstädt, der als Politischer Geschäftsführer der Piraten in NRW arbeitet.

Nun wurden uns mit der Veröffentlichung um unseren Artikel, "Planspiele die ins Chaos führen soll(t)en?", Verschwörungstheorien unterstellt. Das ist ein bisweilen legitimes Mittel der psychologischen Kriegsführung, um einen Gegner ausschalten zu können.

Diese verbale Keule mit "Verschwörungstheorien" etc. wird zu gern ausgepackt, um die Glaubwürdigkeit eines Gegners zu untergraben. Genau so wie die Antifa-Sekte gern mit der Diffamierung des Gegners per Nazi-Keule beginnt. Außerdem kann nicht wahr sein was nicht wahr sein darf. Man könnte es auch Guerilla-Kampf um Deutungshoheiten nennen.

Zurück zum Thema. Wer oder was steuert Thorsten Wirth?

Das beginnt - schon wieder - mit einem Fahnengate. Denn diese ganze Europa-Liste der Piraten wird immer abstruser. Heute mit: Martin Kliehm, Platz 11 auf der Europa-Liste und Abgeordneter im Römer in Frankfurt/M. Er ist gleichzeitig Arbeitgeber von Wirth, also dem Bundesvorsitzenden der Piratenpartei. Kliehm, der bisher noch nicht sonderlich mit politischen Aussagen innerhalb der Piratenpartei aufgefallen ist, wird plötzlich aktiv und glänzt mit solchen Aussagen:
Also, dass Kliehm den Bundesvorstand und insbesondere Wirth in Schutz nimmt, wundert nicht, würde er ja durch eine Unterlassung seinen eigenen Mitarbeiter öffentlich kritisieren. Interessant wird die Tatsache, dass Kliehm sich plötzlich aktiv in Dinge einmischt, wozu er bis vor einigen Monaten noch gar keine Meinung hatte und diese aktiv in die Piratenpartei hinein vertrat. Oh wait - keine Meinung ist falsch. Kliehm war einfach nicht auf der Bildfläche bei den meisten Piraten. Denn siehe, was zum Parteitag in Bremen schon passierte:
Kliehm hat es offenbar erfolgreich verstanden, unterhalb des Radars zu fliegen. Jetzt gibt er jedoch Vollgas und holt bisweilen tief unter der Gürtellinie aus.
Provokante Sprüche im Stil eines Kliehm, bilden die neue Aura, mit der sich Wirth umgibt. Auffällig wird dabei, dass Kliehm, in seiner Rolle als Abgeordneter in Frankfurt/M und als Listenkandidat der Piratenpartei zur EU-Wahl, sich an Hetzjagden beteiligt, die jetzt Oberbürgermeistern anderer Städte gelten. Hier spielt sich Kliehm auf als der "Verteidiger des Glaubens" der Dresdener Bürger und Piraten, indem er der Dresdener Bürgermeisterin in plumper Antifa-Manier vorwirft, sich absichtlich mit den Nazis auf einem Foto ablichten zu lassen. Das ist an Widerwärtigkeit kaum zu überbieten und eines Mitglieds der Piratenpartei nicht würdig!
Dabei hat Frau Oberbürgermeisterin Orosz selbst dazu aufgerufen, an der Demonstration teilzunehmen, die unter dem Motto angekündigt wurde: "Mut, Respekt und Toleranz - Dresden bekennt Farbe". [1] (Mehr Infos gibt es hier )

Was folgt, ist ein wundervolles Statement seitens Kliehm einige Tage später, was beweist, welche Doppelzüngigkeit innerhalb dieser Antifa-Sekte existiert. Diesen Spruch dürfen wir euch nicht vorenthalten!
Während unserer Recherche ist uns zusätzlich noch ein Detail aufgefallen, worüber sich jeder selbst ein Bild machen kann.

Wirth hat es wie kein Zweiter verstanden, im Vorfeld der Vorstands-Wahlen in Bremen, ohne jede politische Kernaussage Vorsitzender der Piratenpartei zu werden. Während andere Kandidaten sich schon früher zu Antifa/-schismus oder Nazis äußerten, herrscht bei Wirth bis heute völlige Funkstille. Nicht ein einziges Mal erwähnte Wirth das Wort "Antifa" oder eines der vergangenen beiden Gates. Das könnte nahelegen, dass Wirth gar keine eigene Meinung besitzt, er tatsächlich nur als Sockenpuppe bedient wird und als Befehlsempfänger eingestuft werden kann.

Bemerkenswerterweise hält Wirth "die Basis" ja für "ach so altbacken und so 2010er", wie er verächtlich in einem Audioausschnitt zitiert wird. [2] An anderer Stelle widerspricht er dieser gemachten Aussage vollständig und in der Form, dass er (jetzt plötzlich) "Parlamentarismuskritiker" [3] sei. Wichtig ist hierbei zu wissen: Insbesondere diese "Parlamentarismuskritiker" kommen aus dem extrem linken Spektrum, bzw. der Anarchoszene.

Und welcher politische Arbeitgeber würde Wirth bei solchen Aussagen noch weiter beschäftigen? Wie vertrauensvoll wäre das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer? Insbesondere, wenn es um politische Arbeit geht, um das Repräsentieren von Politik? Zwischen Wirth und Kliehm jedoch scheint es da sehr große Übereinstimungen zu geben.

Kliehm selbst hatte schon früh Kontakte zur Antifa nach Berlin. Unter dem Pseudonym "DJ Trauma XP" ist seine "Fuckparade" [4|5] als Anti-Love-Parade bekannt geworden. Diese hat seinerzeit häufig die Antifa gegen Nazis in Berlin, unter anderem in Friedrichshain, unterstützt, was den Schluss zulässt, dass hier noch engere Verbindungen nach Berlin vorhanden sind als ursprünglich angenommen.

Wie der Zufall es will, auch hier gibt es eine nette Querverbindung in die Berliner Linken-Szene. [6|7] Ihr erinnert euch an das Statment von Anne Helm?
Eine "alte Bekannte" taucht da plötzlich auf. Hier ist sie wieder - tadaa - die "Jungle World"!

Eine Zeitung "Gazette", wie Wirth unbeliebte Zeitungen zu bezeichnen pflegt, mit der politischen Ausrichtung einer umdemokratischen Hure - linksradikal, antiamerikanisch, unorthodox links und insbesondere - antinationalistisch/antideutsch. Es kann dieser "Gazette" durchaus auch mal passieren, einen Nazi zu finden, was unserer Meinung nach aber eher selten passiert. Wir meinen die Chance, einen tatsächlich "echten" zu finden! Denn, wie wir seit Höfinghoff wissen, alles was rechts von seinem Standpunkt aus ist, ist Rechts. Damit müssen wir uns wohl abfinden.

Und auch Kliehm hatte so seine Probleme mit dieser "Gazette". Es genügte eine Behauptung einer unbekannten Person über eine Person seines Teams - rechtslastiges Gedankengut - und die "Jungle World" wird aktiv. Selbst, wenn die beschuldigte Person sich hierbei nur etwas derberer Satire bediente, die Autorin empfand das wohl als ... na egal. Und ihr erinnert euch, wer da heute als Redakteurin arbeitet? Genau @Elquee! Ist das nicht verwunderlich? Die "Gazette", die Anne Helm interviewte und die "Gazette", der Anne gestand, an der Aktion in Dresden beteiligt gewesen zu sein! [8] Wir finden das echt toll!

Also, wer solch eine "Peergroup" hat, bei dem braucht man sich letztlich nicht zu wundern, dass da keine anderen Informationen an einen Wirth herankommen. Ali Utlu hat das ziemlich passend umschrieben:
Zum Schluss noch ein Blick über die EU-Kandidaten der Piratenpar .. .. ähem, Entschuldigung, der Antifa.

* Julia Reda (1)
* Helm, Anne (5)
* Martin Kliehm (11)

Ob da noch mehr ist?
[1] http://13februar.dresden.de/de/aufruf.php
[2] - (Audiofile) http://cloud.dulnefni.cepheus.uberspace.de/public.php?service=files&t=bf5f9c95572fc5e9d97c1b21b825133a&download
[3] http://wiki.piratenpartei.de/Kandidaturinteressierte
[4] http://de.wikipedia.org/wiki/Fuckparade
[5] http://www.fuckparade.org/presse/2006-02-22/
[6] http://www.fuckparade.org/presse/2003-09-20/
[7] http://de.indymedia.org/2003/08/60358.shtml
[8] http://jungle-world.com/jungleblog/2670/

Kommentare:

  1. Danke, genau so verhält sich das auch und darum bin ich auch ausgetreten.

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  2. HILFE! HILFE! Da kooperieren Menschen und nennen sich antifaschistisch oder auch nicht *wegrenn*

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    1. Die Frage die sich stellt ist, welchem ZWECK eine Kooperation dient. Das Ziel kann durchaus dem Wettbewerb dienen.
      Anhänger derselben Ideologie kooperien, um andere entweder zu überzeugen oder sie zu bekämpfen.
      Wer Feindbilder schafft, der ist logischerweise nicht an Kooperation des GANZEN interessiert.
      Es gibt keine freiheitliche Ideologie und auch keine ideologische Freiheit, denn beides wäre ein Widerspruch in sich.

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  4. Sargon von Akkad6. März 2014 um 17:30

    die jungle world ist doch nicht antiamerikanisch und dieser Beitrag hier ist ja mal ziemlich schlecht - ohne twitter hättet ihr alle Langeweile, oder?

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  5. Wenn der Pate die @anked lobend erwähnt, dann mag das ein taktisches Manöver sein. Andererseits, wer weiß, vielleicht stecken die beiden unter einer Decke? @anked könnte das leicht klären, indem sie sich von der Schramm-Höfinghoff-Gruppe und der ganzen Antifa distanziert.

    Tut sie aber nicht. Hat @BrunoGertKramm (Nr. 4) auch nicht getan. Hat irgendwie noch niemand getan. Vielleicht sind die zwischenmenschlichen Beziehungen einfach zu stark? Oder doch die politische Nähe? Von Fotios Amanatides (Nr. 2) wissen wir, wie gut er bei der Zerschlagung des Kölner Kreisverbandes mit der Antifa und der Peukeria zusammengearbeitet hat. Ist er deshalb so still?

    Die Frage wäre also: Hat es überhaupt jemand ohne den Segen der Antifa/des Paten auf diese Liste geschafft? Hat dieser Jemand jetzt die Eier(stöcke), dies öffentlich kundzutun?

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  6. https://www.freitag.de/autoren/the-babyshambler/die-piraten-als-gradmesser

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