Seltsam ist in diesem Zusammenhang, dass der Antrag auf kommissarische Übernahme nur eine Minute nach der Veröffentlichung des Rücktritts formuliert und 3 Minuten später angenommen wurde.[1] Es macht schon Spaß, zu sehen, wie schnell man dann doch reagieren kann, wenn es um den Erhalt der eigenen Macht geht. Und der Bundesvorstand hat in den vergangenen Wochen ja nun wirklich nicht durch Schnelligkeit geglänzt.
Wie vermutet, hat sich der verbliebene Bundesvorstand selbst als kommissarische Bundesvorstandsvertretung eingesetzt, um bis zum nächsten Bundesparteitag die Piratenpartei weiter verwalten zu können. In ihrer Erklärung ist jedoch keine Rede von einem außerordentlichen Bundesparteitag, so wie die Satzung es vorsieht. Vielmehr ist die Rede von Personen, die den kommissarisch agierenden Bundesvorstand unterstützen sollen. Wer diese Personen sein werden, wird nicht erwähnt, lässt sich allerdings an 5 Fingern abzählen; betont Thorsten Wirth doch ständig seine "Peergroup", die ihm in jeder Lebenslage hilfreich zur Seite steht.
Besonders schwierig für die Piratenpartei ist tatsächlich, dass keiner mehr, aus dem zu den gemäßigten Piraten zählende Kern, im aktuellen Vorstand ist und jetzt Tür und Tor der Antifa-Sekte geöffnet wurden. Dieses Machtvakuum halten wir für sehr gefährlich, da dieser im Amt verbliebene "Rest-Bundesvorstand" nur noch über den kommenden außerordentlichen Bundesparteitag entscheiden darf. Und zu einer dieser Entscheidungen zählt auch der Ort dieser Veranstaltung! Zum jetzigen Zeitpunkt rechnen wir damit, dass die, durch sich selbst eingesetzte, Bundevorstandsvertretung ihre Geschäfte nicht an den Landesverbandsvorstand NRW abgeben will, so wie das Vorgehen in der jetzt bestehenden Situation durch die Satzung der Piratenpartei geregelt ist (Der Dienstälteste Landesverband übernimmt). Auf jeden Fall wird Wirth das ganz sicher nicht freiwillig tun.
Die Basis wird hier wohl wenig bis keinen Einfluss nehmen können, wenn die amtierende kommissarische Bundesvorstandsvertretung mit Hilfe der Antifa-Sekte einen Versammlungsort, in Berlin beispielsweise, beschließt. Der restlich verbliebene Bundesvorstand hätte das Recht dazu, diesen Weg so zu gehen.
Eines scheint indes ziemlich sicher, die extrem Linke hat scheinbar "Muffensausen", da es ungewiss ist, wie es jetzt weiter geht. Der handlungsunfähige Bundesvorstand darf immerhin keinerlei finanzielle Entscheidungen mehr treffen. So darf er im Moment auch nicht den Vertrag mit Anita Möllering, der amtierenden Bundespressesprecherin verlängern. Diese Entscheidung würde damit erst der nächste gewählte Vorstand tätigen können.
Die Gräben, die sich jetzt auftun, können jedoch größer nicht sein und sind eher als ein Dammbruch anzusehen. Aus den meisten Beteiligten und Unterstützern der Antifa-Sekte bricht der blanke Hass völlig ungebremst auf Twitter heraus.
Die Aussagen von Höfinghoff, zum Beispiel, sind durchaus bemerkenswert. Man setzt den #Orgastreik gezielt dazu ein, um einer Basis zu erklären, dass diese Rücktritte nur die Erweiterung des alten Orgastreiks seien.
Nach "Netzabschaltung für die Freiheit" präsentiert der konservative Flügel jetzt "Hier regiert die laute Minderheit" (durch Aus/Rücktritt).
— Oliver Höfinghoff (@Riotbuddha) 17. März 2014
Dass eine demokratische Legitimation auch einen Rücktritt legitim macht, scheint Höfinghoff schlichtweg zu vergessen. Sicher ist in jedem Fall: Ein Rücktritt ist immer die extremste Form, um den persönlichen Forderungen Nachdruck zu verleihen und sich zu positionieren. Die Antifa-Sekte rund um Höfinghoff nutzt selbst immer wieder diese Methode, gesteht es nur nicht den Anderen zu, sich derselben Mittel bedienen zu dürfen. Wissen wir doch inzwischen, dass der Rechtsstaat bei diesen Antideutschen nur dann akzeptiert wird, wenn man sich selbst seiner Vorzüge bedienen kann.Witzig ist, auch im Zusammenhang mit den Rücktritten, hier insbesondere dem des Schatzmeisters, dann dieser Tweet, der infolge eines Beitrags in der TAZ erstellt wurde [2]:
So geht das mit der politischen Verantwortung: Brocken hinschmeißen und alle Zugänge aufs Konto behalten. Damit niemand was machen kann.
— Oliver Höfinghoff (@Riotbuddha) 17. März 2014
Interessant werden dann die Zugaben einiger "Wasserträger" der Hoffschen Sekte, wie Sebastian Greiner. Er schreibt:
Ach so: ich mach das auch mal mit dem Orgastreik: ich steh für den Stream von Egotripp-basierten außerordentlichen BPTs nicht zur Verfügung.
— Seb aus Ffm (@Seb666) 16. März 2014
um gleich noch hinterher zu werfen:
@niqui_da Ich würd Euch gerne wirklich helfen können. Den Stream macht schon wer, oder diese Farce wird halt gar nicht übertragen.
— Seb aus Ffm (@Seb666) 16. März 2014
Aha, eine Farce ist das also, wenn sich Mitglieder im Vorstand mit den Dingen, die gelaufen sind, nicht einverstanden erklären, Konsequenzen ziehen und zurücktreten. Na, sein Verständnis von Demokratie möchten wir ganz sicher nicht im kommenden Bundesvorstand sehen, denn er scheint sich genau dafür gerade in Position bringen zu wollen. Zynischer geht es unserer Meinung nach nicht:
@Badok___xD Ich trete als PolGF an. Mit der Ansage auch wirklich ein Jahr zu machen. ;)
— Seb aus Ffm (@Seb666) 17. März 2014
Aber gut, er wird hoffentlich niemals eine Chance dazu bekommen. Denn, wer sich so produziert, hat so gar nichts in irgendeiner (Macht-) Position zu suchen. Man sollte solche Leute nicht einmal mehr streamen lassen, da man ja immer Gefahr laufen muss, dass Redebeiträge bei Nichtgefallen (rein zufällig) geblockt werden!
@Didiman2000 Der @BjSemrau wird einen Scheiß werden! Der sollte sich auf dem nächsten BPT am Besten garnicht erst blicken lassen!
— Seb aus Ffm (@Seb666) 16. März 2014
Ebenso erscheint uns das Ganze als persönliche Drohung gegen Björn Semrau.
Daher machen wir es uns heute einfach und geben Greiner den guten Rat, sich an das zu halten, was er selbst anderen empfiehlt:
@PiratJoerg Ach komm. Halt die Fresse!
— Seb aus Ffm (@Seb666) 16. März 2014
Und dass die Nerven blank zu liegen scheinen, dürfte diese Aussage auch unterstreichen, versucht man hier doch mit allen Mitteln, den handelnden Personen schädigendes Verhalten zu unterstellen. Wie heißt es doch gleich? "Ein guter Ruf ist schneller kaputt gemacht als ein schlechter wieder hergestellt." Und genau nach diesem Motto verfährt die Hoffsche Antifa-Sekte zunehmend und versucht mit aller Macht, den Ruf vieler guter Piraten dauerhaft zu zerstören.
@Didiman2000 Ich verkenne die Lage nicht. 10 Wochen vor der Europawahl ist das Partei-schädigendes Verhalten!
— Seb aus Ffm (@Seb666) 16. März 2014
Wir könnten hunderte solcher und ähnlicher Aussagen hier veröffentichen. Es ist unglaublich, welche Hetzkampagnen seitens der Hoffschen Antifa-Sekte aus Berlin im Moment gefahren werden.
Allen voran: Christopher Lauer, Anne Helm, Sebastian Greiner, Fabio Reinhard, Oliver Höfinghoff, Martin Kliehm, Martin Delius und viele andere.Und es kommen fast nur noch Sprüche dieser Art:
Ihr könnt ja in NRW eine Deutsche Netzunion gründen. Mit wertfreier Netzpolitik. Und mit AfD, Sarrazin,ProNRW gegen "linke Gefahr". #Piraten
— TheCitizen (@TheCitizen_de) 17. März 2014
So, und jetzt sprechen wir noch mal über Demokratie und Mehrheitsverhältnisse und Erpressung.
— niqui (@niqui_da) 16. März 2014
@Moppilein die Leute, die seit spätestens 2010 nichts zu sagen haben wollen nicht wahr haben, dass sie nichts zu sagen haben.
— Christopher Lauer (@Schmidtlepp) 17. März 2014
Auch das "Nicht-lernen-Wollen", finden wir bemerkenswert.
@pschiffer die Aktion von @SeeroiberJenny spaltet schon lange nicht mehr. Weitere Eskalationsstufen spalten.
— Holger Hennig (@Hollarius) 17. März 2014
Ein Markus Barenhoff bekleckert sich im Zuge der Rücktritte ebenfalls nicht mit Ruhm. Zum einen bemängelt er die späte Information des verbliebenen Bundesvorstandes durch die drei Zurückgetretenen, zum anderen bietet er jetzt erstmalig seine Hilfe an. Offensichtlich jetzt den für ihn "richtigen" Personen.
@niqui_da @insideX @688i @GefionT ok, so hab ichs auch gelesen :/ bitte sagt, wenn ich euch konkret irdw. helfen kann!
— alios (@alios) 16. März 2014
Es gab in den vergangenen 24 Stunden, seit dem Rücktritt, so viel mehr was wir hier zusammenfassen könnten, daher werden wir über einige Dinge zu einem späteren Zeitpunkt berichten.[1] http://verwaltung.piratenpartei.de/projects/vorstand/activity?from=2014-03-16
[2] http://taz.de/!135003/